Mein Weg in ein neues Leben.

Genau 1 Jahr liegt zwischen diesen beiden Fotos. 365 Tage, knapp 85 kg, 7 Kleidergrößen und unzählige emotionale Achterbahnfahrten und #erstemale in denen ich das Leben von einer ganz anderen Seite kennengelernt habe. Immer auf dem schmalen Grad zwischen Überforderung und Glückseligkeit.

In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir vor 2 Jahren nicht vorstellen können mal eine 20 km Wanderung zu machen oder mich in einem Klettergarten von Baumkrone zu Baumkrone zu kämpfen. Ausgehen mit meinen Freunden und die Nacht durchtanzen wäre für mich nicht drin gewesen. Ich litt unter Schmerzen und bei längeren Strecken fing ich sofort an zu schwitzen und musste aufgrund von Kurzatmigkeit regelmäßige Pausen einlegen.

Auf andere wirkte ich immer selbstbewusst, aber innerlich war es ein einsamer Kampf gegen Gefühle wie Scham und Resignation. Ich habe jahrelang Therapie gemacht, um auch meine Essstörung in den Griff zu bekommen. Deshalb ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass die größte Veränderung, die stattgefunden hat, nicht unbedingt für alle sichtbar ist. Die Veränderung im Kopf.

Viele Verhaltensweisen, die ich früher als Teil meiner Persönlichkeit empfunden habe, waren eigentlich nur der Krankheit Adipositas oder den damit einhergehenden Begleiterkrankungen geschuldet. Ich litt unter chronischen Schmerzen im Knie und im Rücken, Bluthochdruck und wiederkehrenden depressiven Phasen.

Ich nutzte keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr und zog mich auch aus meinem sozialen Umfeld immer weiter zurück. Ich habe immer gedacht ich bin halt nun mal bequem, eher gemütlich und menschenscheu. Jetzt weiß ich, dass es nicht so ist. Bewegung macht Spaß und tut nicht  grundsätzlich weh! Menschen sind nichts „Schlimmes“. 

Auch mein Umfeld hat sich verändert. Meine Umwelt. Oder ist es eigentlich nicht nur meine eigene Wahrnehmung, die sich verändert hat? Als ich mich selbst nicht mochte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass andere das tun. Dementsprechend habe ich die Blicke der anderen grundsätzlich negativ ausgelegt. Heute geh ich viel offener auf Menschen zu. 

Wir selbst haben den größten Einfluss auf unser Leben. Darauf wie wir die Welt sehen und welche Entscheidungen wir treffen. Oft benötigen wir nur etwas Hilfe, weil wir entweder so in unsere Gedankenmuster festgefahren sind, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, oder gar nicht wissen, wo wir die richtige und passende Hilfe finden.

Ich möchte dir heute sagen: Du bist nicht allein! Du hast ein Recht darauf die Hilfe zu bekommen, die du benötigst und wir möchten dir gerne dabei helfen. 

Schreib uns eine Email oder nutze unseren Beratungsfinder hier auf der Website und mach´ den ersten Schritt in dein neues Leben!

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