1. Warum wir bei Heißhunger statt zum Apfel oft zum Schokoriegel greifen

Typisches Beispiel - Heißhunger auf Schokolade. Wer kennt das nicht, auf einmal entwickelt man ein unheimliches Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel. Zum Teil ist unser Gehirn und der sogenannte “Kopfhunger” dafür verantwortlich, ganz oft aber steckt auch eine völlig normale Reaktion des Körpers dahinter. Wird unser Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen oder Mikronährstoffen, wie z.B.Mineralien versorgt, fordert er diese mitunter „lautstark“ ein. Bei Schokolade kann z.B. ein Magnesiummangel vorliegen. Verlangen nach fettreichem Essen kann eine Unterversorgung mit Calcium bedeuten. Am besten wendet Ihr euch an euren Hausarzt oder eine qualifizierte Ernährungsberatung und informiert euch. Über das Blutbild können viele Mängel festgestellt werden.

2. Warum es so schwer ist abzunehmen

Im Grunde hängen wir mit unserer physischen Entwicklung noch in der Steinzeit. Unser Körper benötigt eine Weile, um sich an veränderte Lebensumstände anzupassen. So ist es nicht verwunderlich, dass er „Abnehmen“ als Vorgang nicht kennt. Verringern wir unsere Nahrungszufuhr drastisch und gehen vielleicht sogar in die Mangelernährung, geht der Körper sofort in den Notfall-Modus, weil er eine Hungersnot vermutet. Das Prinzip einer Diät, in der wir bewusst über einen begrenzten Zeitraum auf Nahrung verzichten, kennt er nicht. Im Kaloriendefizit verlieren wir als erstes Wasser, dann geht es an die Muskulatur, um Energie einzusparen und als letztes erst geht der Körper an unsere Fettreserven. Sobald wir unsere Kalorienzufuhr nach kurzer Zeit wieder erhöhen, „denkt“ unser Körper vorausschauend und legt schon mal vorsorglich für die nächste „Hungersnot“ weitere Reserven in unserem Fettgewebe an.

3. Warum es mit dem Alter schwieriger wird, abzunehmen

In Studien hat man herausgefunden, dass die Anzahl an Fettzellen in unserem Körper anscheinend genetisch vorprogrammiert ist. Bis zum ca. 20. Lebensjahr bilden wir Fettzellen aus. Danach werden die bereits vorhanden Zellen nur noch „befüllt“, wodurch wir zunehmen. Das verändert sich auch nicht, wenn man wie ich 100 kg abnimmt. Die Fettzellen schrumpfen zwar, werden aber nicht abgebaut. Stirbt eine Zelle ab oder wird entfernt, wird diese in der Regel vom Körper wieder ersetzt. So werden selbst nach einer Fettabsaugung diese Fettzellen oftmals vom Körper nachproduziert. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich immer sage, ich werde mein Leben lang adipös bleiben und auf meine Ernährung und Bewegung achten müssen. 

Außerdem zeigt es, wie wichtig es ist, schon bei Kindern auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Je früher wir zunehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir auch im Erwachsenenalter an Adipositas leiden werden.

4. Warum der Schweinehund oftmals nur unser Bestes will

„Ich bin zu faul, um Sport zu machen!“ Das war einer der gängigsten Sätze, die ich mir selbst immer wieder eingeredet habe. In der Vorbereitungszeit auf meine OP habe ich mich oftmals ins Fitnessstudio gequält. Alleine die Vorstellung, in der Umkleidekabine 20 Minuten zu benötigen, um mich umzuziehen und dann auf dem Ergometer nach 5 Minuten schon Schmerzen zu haben, raubte mir jegliche Motivation. Wenn ich mich dann mal nicht aufraffen konnte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Bis ich irgendwann mal mit meiner Fitnesstrainerin ganz offen darüber sprach. Sie erklärte mir, dass unser Körper von Natur aus eigentlich auf Bewegung ausgerichtet ist und sich bewegen möchte. Aufgrund der heutigen Lebensumstände allerdings trainieren wir uns dieses angeborene Verhalten ab, indem wir zum Beispiel die Rolltreppe oder den Fahrstuhl nutzen.

Ist man gar keine Bewegung mehr gewohnt oder fallen einem selbst alltägliche Bewegungen schwer und startet dann gleich in den härtesten Fitnesskurs, kann schnell eine Überforderung eintreten. Unser Körper zieht quasi im Kopf die Notbremse und sendet uns Signale wie Schmerzen oder Unlust, um uns darauf aufmerksam zu machen. Deshalb ist es so wichtig - vor allem wenn man mit dem Sport gerade wieder anfängt -, nicht in die Überforderung zu gehen. Bewegung soll Spaß machen! Und Spaß ist mit der größte Motivationsbooster, den man sich vorstellen kann.

5. Warum es wichtig ist, dass wir genug schlafen

Ja, es ist tatsächlich so. Man könnte eigentlich davon ausgehen, dass der Körper in Bewegung mehr Kalorien verbraucht als in einer Ruhephase. Wissenschaftler haben allerdings herausgefunden, dass eine durchwachte Nacht schon dazu führt, dass vermehrt Fett in den Fettzellen abgelagert und Muskelmasse abgebaut wird. Dafür verantwortlich sind wie so oft Veränderungen im Hormonhaushalt und des Cortisolspiegels. Was lerne ich also daraus? Öfter mal früher ins Bett gehen, und der “Schönheitsschlaf” heißt nicht umsonst so.

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